search-white-svg
Meine Position
i
Ein Tipp vom Eldar Team
Je mehr Sie bestellen, desto grösser Ihr Rabatt
Lieferbar
Der Traum vom neuen Menschen oder Die Sowjetzivilisation
Buch
Buch
disk-white-svg
Sachbuch
1989

Der Traum vom neuen Menschen oder Die Sowjetzivilisation

ISBN
EAN
978-3-10-074406-7
9783100744067
Artikel-Nr.
GQPDYVR
Kostenloser Versand
Rabatt
-4.9
%
CHF 28.90
CHF
27.49
Anzahl
1
Maximale
Lieferzeit
13
Arbeitstage
Freitag
08.10.2021
speech-bubble-svg Beschreibung
In seinem großangelegten Werk zur Sowjetzivilisation untersucht Sinjawskij die Geburt des Traums vom neuen Menschen und verfolgt ihn bis zu seiner vermeintlichen Realisation, die – so sein Fazit – schon früh in eine tragische Farce mündete.
Die Betrachtung setzt ein bei dem Ereignis, das durch seine »titanische, alles umwälzende und alles umwandelnde« Natur Rußland und die Welt erschütterte, der russischen Revolution. Sinjawskij interessieren die für Rußland charakeristischen Elemente der Revolution, so ihre Wurzeln im russischen Atheismus, bei dem es sich letztlich um ein »Suchen nach Gott handelt, um ein Suchen nach Religion, selbst wenn dabei sowohl Gott als auch die Religion negiert werden«.
Wurden noch unmittelbar nach der Revolution die Künstler des linken Flügels, zusammen mit den unteren Bevölkerungsschichten, von einer utopischen Vision vorangetrieben – Sinjawskij spricht von dem »futuristisch revolutionär-utopischen Pathos (...), dem Drang, aus der Ästhetik ins Leben, auf die Straße auszubrechen und dort mit der Revolution zu verschmelzen« – , sp gerieten sie bald in eine Epoche der Sprachlosigkeit oder opferten ihre Kunst ganz dem politischen Zweck.
Den Staatsapparat, den Lenin schon kurz nach der Oktoberrevolution etablierte, nennt Sinjawskij einen »Gelehrtenstaat«: einige wenige Spezialisten beherrschen die Massen; aus dem Klassenunterschied wird das starre Gegeneinander von Regierenden und Regierten – die Unfreiheit als Preis der Gleichheit: die Sowjetzivilisation war geboren.
Sinjawskij zeichnet die Entwicklung eines Staates, der unter Stalin in eine Periode paranoider Schreckensherrschaft geriet: er wurde zum »Kirchenstaat«, mit einem gottgleichen Führer an der Spitze. Er analysiert den soziologischen Typus, den dieser Staat zwingend hervorgebracht hat – einen Typus, den kein Individuum ganz verkörpert, der aber auf irgendeine Weise jedes Mitglied der sowjetischen Gesellschaft prägt. Faszinierend ist dabei Sinjawskijs Vorgehensweise: Chronologisch und stringent berichtet er von der Entstehung der Sowjetzivilisation, zugleich aber zieht er die russische Literatur heran und zeigt in brillanten Analysen, wie sich Ideologie – politische Utopie und politische Realität – in ihr widerspiegelten. Anhand der Werke von Blok, Majakowskij, Pasernak, Chlebnikow, Babel, Pilnjak. Mandelstam, Bulgakow, aber auch zeitgenössischer Schriftsteller wie Fasil Iskander, entwirft er ein spannungsreiches, differenziert beobachtetes Bild der siebzigjährigen Sowjetzivilisation.
feather-svg
Herausgeber/-innen
Biografie
Andrej Sinjawskij, die »Stimme Ost-Europas« (Heinrich Böll) wurde 1925 in Moskau geboren, war Dozent am Gorki Institut für Weltliteratur. Seine ersten Bücher stellte Andrej Sinjawskij unter dem Pseudonym Abram Terz vor. Nach Veröffentlichungen im Westen wurde er verurteilt und von 1965 bis 1971 in Lagern interniert, 1973 emigrierte er nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod 1997 als Professor für russische Literatur an der Sorbonne lehrte.
Übersetzt von
Biografie
Swetlana Geier (1923–2010) hat u. a. Sinjawskij, Tolstoi, Solschenizyn, Belyi und Bulgakow ins Deutsche übertragen. Für ihr Werk, das sie mit der Dostojewskij-Neuübersetzung krönte, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. – In der Reihe Fischer Klassik liegen sämtliche ihrer im Ammann Verlag erschienenen Dostojewskij-Übersetzungen vor: ›Verbrechen und Strafe‹ (Bd. 90010), ›Der Spieler‹ (Bd. 90446), ›Der Idiot‹ (Bd. 90186), ›Böse Geister‹ (Bd. 90245), ›Ein grüner Junge‹ (Bd. 90333), ›Die Brüder Karamasow‹ (Bd. 90114) sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ (Bd. 90102). Über ihr Leben und ihre Arbeit gibt Swetlana Geier Auskunft in dem von Taja Gut aufgezeichneten Buch ›Swetlana Geier. Ein Leben zwischen den Sprachen‹ (Bd. 19221).
Autorenporträt
Andrej Sinjawskij (Abram Terz)

Andrej Sinjawskij, die »Stimme Ost-Europas« (Heinrich Böll) wurde 1925 in Moskau geboren, war Dozent am Gorki Institut für Weltliteratur. Seine ersten Bücher stellte Andrej Sinjawskij unter dem Pseudonym Abram Terz vor. Nach Veröffentlichungen im Westen wurde er verurteilt und von 1965 bis 1971 in Lagern interniert, 1973 emigrierte er nach Frankreich, wo er bis zu seinem Tod 1997 als Professor für russische Literatur an der Sorbonne lehrte.


Swetlana Geier

Swetlana Geier (1923–2010) hat u. a. Sinjawskij, Tolstoi, Solschenizyn, Belyi und Bulgakow ins Deutsche übertragen. Für ihr Werk, das sie mit der Dostojewskij-Neuübersetzung krönte, wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. – In der Reihe Fischer Klassik liegen sämtliche ihrer im Ammann Verlag erschienenen Dostojewskij-Übersetzungen vor: ›Verbrechen und Strafe‹ (Bd. 90010), ›Der Spieler‹ (Bd. 90446), ›Der Idiot‹ (Bd. 90186), ›Böse Geister‹ (Bd. 90245), ›Ein grüner Junge‹ (Bd. 90333), ›Die Brüder Karamasow‹ (Bd. 90114) sowie ›Aufzeichnungen aus dem Kellerloch‹ (Bd. 90102). Über ihr Leben und ihre Arbeit gibt Swetlana Geier Auskunft in dem von Taja Gut aufgezeichneten Buch ›Swetlana Geier. Ein Leben zwischen den Sprachen‹ (Bd. 19221).

Publikation
Deutschland
01.03.1989
speech-bubble-svg
Sprachen
Deutsch
Russisch
book-svg Format
Hardcover
414 Seiten
package-svg Versand
Kostenloser Versand: Schweiz & Liechtenstein
Für den Versand nach Deutschland oder Frankreich werden die Versandgebühren der Schweizerischen Post berechnet. Diese werden Ihnen im Warenkorb für Ihre gesamte Bestellung berechnet.
subcategories-svg
Themen
Zurück
Zum Start
S
SPIEGEL Bestseller
Hauptkategorie