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Wir amüsieren uns zu Tode
Buch
Buch
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Fachbuch
1988

Wir amüsieren uns zu Tode

Urteilsbildung im Zeitalter der Unterhaltungsindustrie

ISBN
EAN
978-3-596-24285-6
9783596242856
Artikel-Nr.
5EZ92R6
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24.09.2021
speech-bubble-svg Beschreibung
Was heißt es, wenn in Medien und Politik die Logik des Entertainment Einzug hält? Wenn unser Bild von der Welt davon bestimmt wird, welche Bilder uns die Medien zeigen? Und wenn das Zerstreuungsgeschäft an die Stelle von Erkenntnisstreben und Wahrnehmungsanstrengungen tritt? In einer Welt, die Orwells »1984« immer ähnlicher wird, ist Neil Postmans unverzichtbares Werk über die Wirkmacht der Medien wichtiger denn je.
Der wegweisende Klassiker über die zersetzenden Auswirkungen des Fernsehens auf die Politik und unseren gesellschaftlichen Diskurs wurde erstmals im Jahr 1985 veröffentlicht. Obwohl im 20. Jahrhundert erschienen, wird es mittlerweile als das Buch des 21. Jahrhunderts gefeiert. »Wir amüsieren uns zu Tode« ist ein prophetischer Blick auf das, was passiert, wenn Politik, Journalismus, Bildung und Religion zum Gegenstand von Unterhaltung werden. Gleichzeitig ist das Werk eine Blaupause dafür, wie wir die Herrschaft über die Medien und damit unsere Mündigkeit zurückgewinnen.

»Ein brillantes, wirkmächtiges und wichtiges Buch. Postman hat eine Anklageschrift verfasst, die … unwiderlegbar ist.«
Jonathan Yardley, The Washington Post Book World

»Ich kenne kein prophetischeres, durchdachteres, notwendigeres – und ja, unterhaltsameres – Buch über Medienkultur.«
Victor Navasky, Gewinner des National Book Award
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Herausgeber/-in
Autor/-in
Autorenporträt

Neil Postman

geboren 1931, ist Professor für Media Ecology an der New York University. Er ist Autor und Herausgeber zahlreicher Ver-öffentlichungen zu Fragen der Erziehung. 1975 erhielt er den »Earl Kelly Award« für seine Arbeiten über Semantik. 1983 erschien sein Buch »Das Verschwinden der Kindheit« (auch als Fischer Taschenbuch Nr. 3855 lieferbar), 1988 sein Aufsatzband »Die Verweigerung der Hörigkeit«, 1992 sein neuestes Buch »Das Technopol. Die Macht der Technologien und die Entmündigung der Gesellschaft« bei S. Fischer.

Leserkritik

Postman diagnostiziert einen tief greifenden Wandel der US-amerikanischen Kultur von einer inhalts- zu einer unterhaltungsorientierten Gesellschaft. Die Fernsehgesellschaft zeitige einen radikalen Verfall der Schriftkultur und mithin der rationalen Urteilskraft. Durch die Ablösung des wortbestimmten >>Zeitalters der Erörterung<< durch das bildbestimmte >>Zeitalter des Showbusiness<< werde Erkenntnisstreben durch bloße Zerstreuung ersetzt, und zwar in jedem denkbaren Lebensbereich. Die formalen Unterschiede zwischen Schrift- und Bildmedium bestimmten auch die vermittelten Inhalte: Die Darstellung von Erfahrungen in allen gesellschaftlichen Bereichen werde statt durch die Ratio nun durch die Emotio bestimmt. Nach Postman nehmen wir die Welt nicht so wahr, wie sie ist, sondern nur in der Vermittlung über die Medien, welche den Inhalt unserer Kultur erst erschaffen. Schnelligkeit und Kurzlebigkeit der Fernsehbilder verhindern die Reflexion der vermittelten Inhalte, weshalb die Präsentation selbst entscheidendes Kriterium der Urteilsbildung wird. Alle gesellschaftlich relevanten Bereiche, selbst Religion und Politik, haben sich dem visuellen Diktat des Fernsehmediums unterzuordnen und lernen es sich zu Nutze zu machen, worin Postman eine Gefahr für die Demokratie sieht. Auswege aus der stetig fortschreitenden Ersetzung von Urteilskraft durch Amüsement vermag Postman nicht aufzuzeigen. Es bleibt lediglich bei dem Appell, sich kritisch mit dem Medium Fernsehen auseinander zu setzen.

Publikation
Deutschland
22. Auflage -
01.12.1988
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Sprache
Deutsch
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Softcover
208 Seiten
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