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Andeutungstheorie und Versterbensklausel
Auslegung eines gemeinschaftlichen Ehegattentestaments für den Fall eines "gleichzeitigen Versterbens"
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Beschreibung
Deutsch. Das gemeinschaftliche Testament ist ein verbreitetes, aber fehleranfälliges Instrument des Erbrechts - besonders, wenn es ohne juristische Beratung errichtet wird. Auslegungsschwierigkeiten treten in der Praxis vor allem bei sogenannten »Versterbensklauseln« auf, die den Fall eines gleichzeitigen Versterbens der Eheleute regeln sollen. Die Frage, wie weit die Todesfälle zeitlich auseinanderfallen dürfen, um noch von einer »Gleichzeitigkeit« ausgehen zu können, steht im Spannungsverhältnis zwischen gesetzlich geforderter Formstrenge und der Ermittlung des wirklichen Erblasserwillens gemäß § 133 BGB. In diesem Zusammenhang ist insbesondere die Andeutungstheorie kritisch zu hinterfragen. »Gleichzeitiges Versterben« meint nicht zwingend einen Tod in gleicher Sekunde. Maßgeblich ist vielmehr, ob der länger lebende Ehegatte noch testierfähig war. Um Unsicherheiten bei der Auslegung künftig zu vermeiden, erscheint eine gesetzliche Regelung für solche Klauseln sinnvoll. Englisch. »Theory of Intimation and Death Clause. Interpretation of a Joint Spousal Will in the Event of ›Simultaneous Death‹«: The joint will is a widespread but error-prone instrument of inheritance law, particularly in the case of »death clauses« in the event of the simultaneous death of the spouses. The question of »simultaneity« is in tension between the legal formal requirements and the determination of the testator's will (§ 133 BGB). A statutory regulation for the interpretation of such clauses appears to make sense in order to avoid uncertainties.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Anika Janetzki
Kollektion
- Schriften zum Bürgerlichen Recht
Auflage
- 1
Erscheinungsjahr
- 2025
Erscheinungsland
- Deutschland
Format
- Buch (Softcover)
Anzahl Seiten
- 241
