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Beschreibung
Deutsch. Die Erfurter Mikwe stellt eines der wenigen Beispiele für ein Bauwerk dar, das es im Mittelalter in allen größeren jüdischen Gemeinden gab. Für ein funktionierendes Gemeindeleben waren die regelmäßigen Besuche in der Mikwe unabdingbar. Unter den mittelalterlichen Mikwen gibt es für den Erfurter Bautyp bisher keine Vergleiche. So erklärt sich auch, dass die mittelalterlichen jüdischen Bauten: Synagoge, Mikwe und Steinernes Haus 2023 mit dem Welterbetitel der UNESCO ausgezeichnet wurden. Deutsch. Der Fund der Mikwe bei archäologischen Grabungen im Jahr 2007 stellte eine kleine Sensation dar: Im gesamten aschkenasischen (mitteleuropäischen) Raum hat sich aus dem Mittelalter nur ein verschwindend geringer Teil der ursprünglich vorhandenen Gemeindemikwen aus dem Mittelalter erhalten, obwohl sie für die Gemeinden damals von besonderer Bedeutung waren Die Erfurter Mikwe kann in die Mitte des 13. Jahrhunderts datiert werden, eine Zeit, in der sich die jüdische Gemeinde in der Mitte der Stadt längst etabliert hatte. Noch älter ist eine Mauer, die darauf hindeutet, dass vermutlich bereits mit dem Bau der Synagoge etwa 150 Jahre früher ein rituelles Bad vorhanden war. Das Bad nahm ein komplettes Kellergeschoss ein, das Wasserbecken die komplette Gebäudebreite. Qualitätvolles Mauerwerk, wie man es in keinem mittellaterlichen Keller in Erfurt findet zeugt von der Wichtigkeit, die man der Mikwe beimaß. Die Mikwe ist im Rahmen von Führungen zugänglich, einen Einblick erlaubt ein Fenster in der Stele auf dem Dach des Schutzbaus.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Stefanie Fuchs
- Karin Sczech
- Stadt Erfurt
Kollektion
- Der Erfurter Schatz und die Alte Synagoge Erfurt
Auflage
- 1
Erscheinungsjahr
- 2025
Format
- Buch (Hardcover)
Detailformat
- Leinen
Anzahl Seiten
- 98
