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Beschreibung
Der Abzugshahn klickte, doch kein Schuss löste sich. Die "Kalaschnikow" war bereits leer gefeuert. Vor den Augen der jungen Mutter lud der amoklaufende Russe seine Waffe nach und zielte erneut. Dieser Schuss drang in Johannas Stirn ein und zerfetzte auch die Wange ihres Babys. Das war im April 1945. Erst 65 Jahre später begann Johannas Tochter darüber zu schreiben. Offen und unverblümt offenbart sie in ihrem Debütroman auch ihr Leben als Waisenkind in der DDR. Nach Armut, Skurrilität und Missbrauch roch es dort, wo sie aufwuchs - bei Pflegeeltern im Spreewald. Es sind kuriose Alltäglichkeiten in Renates kleiner, dörflicher Welt, über die man lachen, über die man aber auch zu Tränen gerührt sein könnte. Ihre Ehe mit einem Marineoffizier verschlug Renate nach Peenemünde. Das Lüftchen, das sie in diesem militärischen Sperrgebiet an der Ostseeküste anwehte, roch jedoch nicht nach Meer, sondern miefte nach Öde, gefährlichen Keimen und Stagnation.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Renate Marowsky
Erscheinungsjahr
- 2017
Format
- Buch (Softcover)
Anzahl Seiten
- 468
