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Beschreibung
''Ich hatte nie richtig verstanden, warum sie mit einer solchen Regelmäßigkeit in etwas zurückfiel, das sie so sehr fürchtete und verabscheute wie die Heroinsucht, es sei denn, dass sie in ihrer panischen Angst, verlassen oder nicht genug geliebt zu werden, ständig testen musste, bis in welche Abgründe der Mann, den sie liebte, ihr folgen würde. ''\n\n\n\nJoséphine ist Jean Rolins autobiografische Erinnerung an die tragisch-zerrissene Gestalt seiner Geliebten der frühen 1990er Jahre, die auch die Frau von Félix Guattari war - der im Roman nur 'F. ' genannt wird. Sein Reporterblick beschreibt Szenen von Joséphine in Paris, auf Bahnfahrten durch die französische Provinz bis an die Atlantikküste oder auf Streifzügen durch die südliche Garrigue. Auch in diesem Buch des Autors und Kriegsberichterstatters Rolin spielen Orte eine weit über äußere Koordinaten hinausreichende Rolle; in ihnen verdichten sich die Stadien von Liebe und Scheitern, von Anziehung und Verzweiflung, die hier Hand in Hand gehen. \n\nJoséphine kann leichtfüßig und verspielt sein, sich als Frau in Szene setzen - und doch kann sie nicht verhindern, dass belanglose Gespräche zu verwirrendem Streit führen, dass ihr Momente der Leichtigkeit entgleiten und in stummer Hilflosigkeit enden. \n\nJoséphine ist heroinabhängig und verfügt über keine rettenden Strukturen oder Routinen. Sie kann ihren Schmerz nur in geheimen Heften oder in Träumen ausdrücken. Sie starb 1993, mit 31 Jahren, an einer Überdosis. Dieses Buch wurde kurz danach geschrieben.
