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Beschreibung
Deutsch. Roman Schnur war einer der originellsten Erscheinungen im weiten Spektrum der deutschen Staatsrechtslehre der Nachkriegszeit. Seine weit gespannten Interessen und seine breite Allgemeinbildung hoben ihn über das gängige Maß seiner Kollegenschaft hinaus. Er war ein Denker, der Bezüge sah, die andere nicht bemerkten - oder nicht bemerken wollten: einer der Begründer und Theoretiker der jungen Verwaltungswissenschaft, Brückenbauer zu Polen, Ungarn, zur (damaligen) Tschechoslowakei, aber auch zu Frankreich und Italien, wo er in seinem Südtiroler Chalet einen Großteil seiner Abhandlungen verfasste. Und vor allem war er ein sprachmächtiger, ja eloquenter Essayist mit hohem Anspruch; darin besaß er das Alleinstellungsmerkmal seiner Zunft. Und »Essayismus« gilt dort nicht gerade als Ausweis hoher Wissenschaftlichkeit, was ihn - zu unser aller Leseglück - nicht schreckte. Er war, was man heute einen »Netzwerker« nennt: unermüdlich knüpfte er seine Fäden zur Kollegenschaft, auch zu deren Nachwuchs (soweit diese seinen Ansprüchen genügten). Die größten Wirkungen erzielte er aber mit seinen Kontakten nach Polen, wo er zu einer legendären, vielfach ausgezeichneten Figur wurde. Weder scheute ihn das Kriegsrecht, noch verbarg er, entgegen dem Zeitgeist, seine Wurzeln zu Carl Schmitt. Schnur arbeitete stets »gegen den Strich«, vertrat seine Ansichten beharrlich und zog Anfeindungen auf sich. Dies in einer Unabhängigkeit als Hochschullehrer, wie sie heute selten geworden ist. Roman Schnur - ein Vorbild. Der Herausgeber wagt es, diese Frage uneingeschränkt zu bejahen. Englisch. »Roman Schnur in Eastern Europe, 1971-1996«: Roman Schnur (1927-1996) was a leading member of the German post war public law academic community. He could be described as a ›thinker‹, someone who could draw conclusions which others had not considered. He embraced the new area of Public Administration, and was a historian of the Constitution. His extensive interests and his broad allround education contributed to his emergence as a bridge builder, for example with Poland, Hungary and (the then) Czechoslovakia, or what can be called Central Europe. He was equally interested in France and Italy. As a gifted linguist he was an excellent essayist of the highest standards. He was also what is nowadays called a ›networker‹. His greatest influence was in relation to Poland, where he was seen as a legendary, much lauded individual. Schnur did not ignore the martial law period in Poland, nor did he hide his relationship with Carl Schmitt. He was unwavering in his views and attracted considerable criticism. This was as a university academic enjoying academic freedom as seldom experienced today.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Michael Kilian
Thema
- Literatur: Biografien & Sachliteratur
- Studien: Wissenschaftsgeschichte
- Recht: Rechtsgeschichte
Auflage
- 1
Erscheinungsjahr
- 2021
Erscheinungsland
- Deutschland
Format
- Buch (Softcover)
Anzahl Seiten
- 269
