Erhältlich:
Nicht auf Lager
Überdehnung des Möglichen
Dimensionen des Akrobatischen in der Literatur der europäischen Moderne
Produkt bewerten
Erhältlich:
Nicht auf Lager
Zustellung: Mo, 09.03.2026
Versand: Kostenlos
-4.7 %
CHF 58.50
CHF 55.75
Beschreibung
Figuren des Akrobatischen sind in der Literatur der Moderne omnipräsent. Zwischen 1850 und 1925 werden sie zum Träger poetischer, philosophischer und politischer Visionen der Zeit. Um die lange Jahrhundertwende bricht sich in Europa eine überwältigende Faszination für Zirkus und Varieté Bahn: Das Artistenmilieu wird motivischer Stichwortgeber der Künste, Projektionsfläche antibürgerlicher Imaginationen und gesellschaftsutopischer Gegenerzählungen. Im Kontext dieses Popularitätshochs gerät das akrobatische Vermögen den literarischen Taktgebern der Zeit zum Träger einer vielgestaltigen Semantik der Überschreitung: Flaubert erklärt sich zum Artisten, Kafka zum Kunstreiter, Baudelaire fordert akrobatische Disziplin, Nietzsche seiltänzerische Kühnheit. Als Grenzgänger, der scheinbar mühelos die Schwerkraft überwindet und unter Einsatz des Lebens über dem Abgrund balanciert, gilt der Akrobat noch den Avantgarden als programmatisches Symbol für ein neues Subjektverständnis im Spannungsfeld von spielerischer Leichtigkeit und tödlichem Ernst, von Disziplin und Überwältigung, von Möglichkeit und Unmöglichkeit. Anna Luhn untersucht die Konzeptualisierungen des Akrobatischen im literarischen Diskursraum der Moderne erstmals in ihren historischen Voraussetzungen, ästhetischen Effekten und utopischen Fluchtpunkten.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Anna Luhn
Thema
- Literaturwissenschaft: 1800 bis 1900, 1900 bis 2000, Lyrik, Prosa & Roman, Vergleichend
Auflage
- 1
Erscheinungsjahr
- 2023
Erscheinungsland
- Deutschland
Format
- Buch (Hardcover)
Detailformat
- Mit Schutzumschlag
Anzahl Seiten
- 512
