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Wilde Zeiten im Revier - Die 60er & 70er Jahre
Historischer Bildband
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Beschreibung
Die 60er- und 70er-Jahre im Ruhrgebiet waren eine Zeit des gesellschaftspolitischen Umbruchs und der vollzog sich nicht geräuschlos: Demonstrationen, Streiks und Sternmärsche prägten den politischen Alltag. Nicht nur die Arbeiterschaft aus der Montanindustrie ging flankiert von den Gewerkschaften auf die Straßen und forderte bessere Löhne und die 5-Tage-Woche, auch Kinder und Jugendliche kämpften für ihr Recht, z. B. für mehr Spielplätze und Jugendzentren. Nicht zu vergessen die Studentenschaft, die selbstbewusst die Bildungsmisere anprangerte, für Frieden, Umwelt und Frauenrechte demonstrierte. Inmitten dieser wilden Zeit wuchs zwischen Zechen und Halden, Arbeitersiedlungen und Neubaugebieten eine junge Generation heran, die als Babyboomer in die Geschichte einging. Ihr Spiel fand meist draußen statt und immer in großer Gesellschaft. Dass die Kinder mit schmutzigen Knien nach Hause kamen, war normal und wurde mit einem Stück Bergmannsseife, das der Vater vom Pütt mitbrachte, reingewaschen. Die meisten Jugendlichen verdienten schon mit 14 oder 15 Jahren als Lehrling oder Jungbergmann ihr erstes bescheidenes Geld. Die Freizeit vertrieben sie sich im Verein, im Jugendtreff und abends im Kellerclub. Wer ein Moped hatte, war König. Miniröcke, Schlaghosen, Batikmuster, Jeans und Parkas waren das modische Erkennungszeichen. Es waren wilde Zeiten in den 60ern und 70ern im Pott. Der Fotograf Klaus Rose hat sie in beeindruckender Weise mit der Kamera festgehalten.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Klaus Rose
- Wilhelm Schöttler
Erscheinungsjahr
- 2025
Format
- Buch (Hardcover)
Anzahl Seiten
- 72
