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Maria - Mutter im Konflikt
Eine feministisch-historisch-kritische Lektüre von Mk 3,20f.31-35
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Beschreibung
Deutsch. Eva Puschautz unternimmt eine differenzierte Analyse der Perikope Mk 3,20f. 31-35. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Darstellung Marias und ihrer Funktion im narrativen und theologischen Gefüge des Markusevangeliums. Die Untersuchung verknüpft Text-, Literatur- und Redaktionskritik mit formgeschichtlicher, motivanalytischer und narrativer Methode. Feministische Hermeneutik bildet dabei den interpretativen Rahmen: Sie ermöglicht es, Maria nicht als idealisierte oder marginalisierte Figur, sondern in ihrer Eigenständigkeit wahrzunehmen. Ausgehend von der Rekonstruktion sozialgeschichtlicher Kontexte wird Maria als Witwe in einer prekären Lebenslage plausibel gemacht, deren Versuch, Jesus nach Hause zu holen, strategisch nachvollziehbar erscheint. Zugleich zeigt die redaktionskritische Analyse, dass Markus zwei Traditionen verschränkt: den Konflikt innerhalb der Familie und die Bestimmung der Jüngerinnen und Jünger als eigentliche Familie Jesu. Diese Spannung wird weder harmonisiert noch aufgelöst, sondern bewusst erhalten. Durch einen synoptischen Vergleich und intertextuelle Bezüge - etwa zu Mk 6,1-6 - wird deutlich, wie das Bild Marias und der Familie Jesu im Traditionsprozess variiert und das Motiv des verkannten Propheten aufgenommen wird. Eva Puschautz leistet so einen wichtigen Beitrag zur feministischen und historisch-kritischen Exegese, indem sie Maria zwischen historischer Realität und narrativ-symbolischer Funktion sichtbar macht. Sie bietet der neutestamentlichen Forschung und feministischen Theologie eine fundierte Grundlage, um Maria um Maria als eigenständige Akteurin statt als idealisierten Topos zu verstehen. Englisch. Eva Puschautz undertakes a detailed analysis of Mk 3:20f. 31-35, centering on the question of how Mary is portrayed within the narrative and theological framework of the Gospel of Mark. Combining textual, literary, form-critical, and redactional methods with narrative analysis, the author applies feminist hermeneutics to interpret Mary not as an idealized or marginalized figure, but as an autonomous actor. By reconstructing the socio-historical background, the author shows that Mary is plausibly understood as a widow in precarious circumstances, dependent on her eldest son's support. Against this backdrop, her attempt to bring Jesus home appears both understandable and strategically motivated. The author shows how Mark combines two traditions: a family conflict and the definition of the disciples as Jesus' true family. Rather than harmonizing these strands, Mark preserves their tension, which proves challenging for both early communities and modern readers. Through synoptic comparison and intertextual study - for example, with Mk 6:1-6 - the author demonstrates how Mary's image evolves within the transmission of the tradition and how the motif of the rejected prophet is embedded in biblical discourse. Eva Puschautz contributes to feminist and historical-critical exegesis by highlighting Mary as both historical figure and symbolic character. She provides a solid foundation for New Testament research and feminist theology, offering a nuanced perspective of Mary as an independent actor rather than as an idealized topos.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Eva Puschautz
Kollektion
- Wissenschaftliche Untersuchungen zum Neuen Testament 2. Reihe
Auflage
- 1
Erscheinungsjahr
- 2025
Erscheinungsland
- Deutschland
Format
- Buch (Softcover)
Detailformat
- Klammerheftung
Anzahl Seiten
- 200
