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Religion als Reform
I¿l¿¿ und Gesellschaft in Marokko, 1830-1912
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Beschreibung
Am Beispiel der Diskursfigur iṣlāḥ liefert die Studie einen Beitrag zur Erforschung islamischer Reformtraditionen in Marokko. Die Untersuchung folgt einem textorientierten, historisierenden Zugang, mit dem Religions- und Rechtsgelehrsamkeit als Teil sozialer und politischer Verhältnisse verstanden wird. Das Spektrum der überlieferten Ausdrucksformen von iṣlāḥ reicht von der Unterweisung in dogmatischen und rituellen Fragen bis zur Durchsetzung von Ruhe und Ordnung - auch unter Einsatz von Gewalt. Alle verbinden in unterschiedlicher Weise das Anliegen der Rückkehr zu den Quellen mit fortwährender Erneuerung der moralischen Ordnung des Gemeinwesens und individueller Ermahnung. Die Aufschlüsselung der unterschiedlichen Deutungen und Gebrauchsweisen von iṣlāḥ liefert zugleich neue Erkenntnisse über Prozesse der Herstellung und Aushandlung gruppenübergreifender Zugehörigkeit und politischer Legitimität im Übergang von vorkolonialen zu kolonialen Formen von Staatlichkeit in Marokko. Bettina Dennerlein ist Professorin für Gender Studies und Islamwissenschaft an der Universität Zürich. Sie forscht zu Fragen der modernen Sozial- und Kulturgeschichte der arabischen Region mit Schwerpunkt Nordafrika.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Bettina Dennerlein
Kollektion
- ZMO-Studien
Auflage
- 1
Erscheinungsjahr
- 2018
Format
- Buch (Softcover)
Anzahl Seiten
- 276
