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Rotten Flesh
Natur und Klima im Fokus von Logik und Ontologie
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Beschreibung
Deutsch. Der philosophische Teil des ökologischen Diskurses ist überfrachtet von einem alten, romantischen Topos: Der Mensch habe sich von einer ursprünglichen Verwurzelung im Absoluten der Natur entfremdet, darin die Ausbeutung derselben ermöglicht, und nun gelte es, diese Verwurzelung wiederherzustellen. Eine seiner heutigen Formen findet sich in der Öko-Phänomenologie. Die These dieses Buches aber ist: Schon die Diagnose der ökologischen Katastrophe setzt jene „Entfremdung“ voraus, gegen die die Öko-Mimesis vergeblich ankämpft. Über einen Paten der Öko-Phänomenologie, Merleau-Ponty, werden die Weichenstellungen dieses Diskurses rekonstruiert, die in den Problemen der Kantschen Transzendentalphilosophie ihren Anfang nehmen. Aber von Merleau-Pontys Frühwerk tun sich zwei Wege auf: Der eine führt über David Abram in den romantischen Topos. Der andere führt über den Begriff des Fleisches im Spätwerk zu Lacan. Dieser zweite Weg erlaubt Ansätze für einen anderen Begriff von Natur als denjenigen, den jener romantische Topos voraussetzt, und mündet in die These: „Natur“ als Absolutes ist nur als lacansches „Nicht-Alles“ denkbar. In einer minutiösen Entwicklung der logischen Struktur dieser lacanschen Kategorie mit Russell und Kant und ihrer ontologischen Lesart bei Žižek lässt sich in der Begründung dieser These hoffentlich das einleiten, was man den „ecological turn“ der lacanianischen Theorie nennen könnte. Die ökologische Katastrophe zumindest fordert einen Ausweg aus den Sackgassen der Romantik. Deutsch. Inhaltsverzeichnis Präskriptum aus der Katastrophe Einleitung Die Öko-Mimesis in der Philosophie Der ecological turn der lacanianischen Theorie 1. Struktur als Wahrheit des Naturalismus Die Weichenstellungen der Öko-Mimesis beim frühen Merleau-Ponty Von den Teilen zur Gestalt: Pawlows Reflex Die Gestalt in der Physik und die transzendentale Wende Struktur als "Stachel": Antinomie, Anselm, Abschattungt Die "primordiale" Natur Struktur oder Gestalt. Merleau-Pontys Sackgasse 2. Respekt vor Mutter Erde und andere Katastrophen Die Öko-Phänomenologie Abrams Öko-Phänomenologie am Limit: Abram und der Hurricane Die Weichenstellungen der Öko-Mimesis: Nostalgie und Verdinglichung "The Sensuous": Merleau-Ponty mit Abram Turning inside out: Der Kreislauf des öko-mimetischen Diskurses Von Biomärkten, Big Brother und der Normalitätssimulation: Turning political Politische Ökologie hinterm Limit: Respekt statt Demut 3. Lacans Logik der (Nicht-)Totalität Struktur, Exzess und Mangel Kant mit Lacan Das unendliche Urteil: Kant, Strawson und die Farben Die Auflösung der mathematischen Antinomien: Das Nicht-Ganze Die dynamischen Antinomien als sekundär: Phantasma und Vernähen Was heißt denn nun Primat: An sich oder Für uns. Russell mit Lacan Russells Menge, die kein Totales hat Lacans Nicht-Alles als Unmöglichkeit Lacan als Kritiker Russells: Die Typentheorie und der "Primat" des Nicht-Alles Was heißt das, Lacans Logik. Zizek mit Lacan Zizek und die "gebarrte Eins": Lacans Logik ontologisch Die "Anwendungen" der lacanschen Logik bei Zizek Und die Wahrheit. Die lacansche Logik als Problem 4. Die Natur als rotten flesh "Wie die Gestalt sich eindrängt. ": Lacans Kritik an Merleau-Ponty Das Fleisch: Merleau-Pontys Spätwerk aus der Position eines Freundes "A cobbled-together mess": Johnstons lacanianischer Naturbegriff Die Natur als rotten flesh Die Katastrophe: "Abstrakte Satellitenbilder" und das rotten flesh von Mutter Erde Bibliographie Abbildungsverzeichnis Danksagung
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Hans Rainer Sepp
- Nico Graack
Kollektion
- libri nigri
Erscheinungsjahr
- 2025
Erscheinungsland
- Deutschland
Format
- Buch (Softcover)
Anzahl Seiten
- 256
