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Schmerz und seine Grenzen
Perspektiven der Phänomenologie, des Enaktivismus und der Neurowissenschaften
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Beschreibung
Chronische Schmerzen stellen weltweit ein signifikantes sozialmedizinisches Problem mit hohen Folgekosten dar. Der Schmerz ist ein subjektives, kontextabhängiges, damit aber auch modifizierbares Phänomen, das in seiner Ausprägung und Gestalt der bewussten und unbewussten Interpretation durch das Individuum unterliegt. Diese Komplexität macht offensichtlich, dass die empirischen medizinischen Wissenschaften alleine nicht alle Aspekte von Schmerzen erklären können. In diesem Text soll daher eine Charakterisierung des Schmerzes unter Einbeziehung einer philosophischen - phänomenologisch und enaktivistisch geprägten - aber auch neurowissenschaftlichen Perspektive angestrebt werden. Als Leitstruktur dieser Betrachtung dient das Konzept der leiblichen Grenze. Anhand dieser interdisziplinären Herangehensweise soll aufgezeigt werden, dass Schmerz die Ausbildung des autonom in seine phänomenologische Nische hineinhandelnden Individuums und somit die Realisierung dessen freien Willens bis hin zur Existenzauslöschung behindert. Eine möglicher Lösungsansatz kann aus der Psychologie abgeleitet werden: Techniken, die auf kognitiv-behavioraler Intervention, Achtsamkeitstraining und existenzieller Analyse beruhen, verschaffen Patienten mit chronischen Schmerzen potenziell Linderung. Vor diesem Hintergrund endet diese Arbeit mit einem Ausblick auf die existenzielle Psychotherapie.
Spezifikationen
Sprache
- Deutsch
Autor
- Judith Wagner
Kollektion
- Orbis Phaenomenologicus Studien
Auflage
- 1
Erscheinungsjahr
- 2025
Erscheinungsland
- Deutschland
Format
- Buch (Softcover)
Anzahl Seiten
- 202
